Klimainitiative schlägt Maßnahmen zur Klimaanpassung vor

Die Stadt Eberbach erhält eine Förderung als „Modellgemeinde nachhaltige Strukturentwicklung“. Aktive aus dem KlimaKlub haben sich mit dem Kommunalen Maßnahmenkatalog auseinandergesetzt und die im Förderantrag zusammengestellten Maßnahmen priorisiert. 

Im September 2026 wandte sich die Klimainitiative Eberbach daher mit den erarbeiteten Vorschlägen an die Gemeinderatsfraktionen und den Bürgermeister mit Bitte um Prüfung und Umsetzung.
Bei den priorisierten Maßnahmen haben sich die Aktiven des KlimaKlubs auf Maßnahmen im Bereich der Innenstadt konzentriert, weil wegen der starken Versiegelung dort nach ihrer Einschätzung der dringendste Handlungsbedarf besteht. Natürlich werden auch die übrigen vorgeschlagenen Maßnahmen aus dem Handlungsfeld „Natur, Klima und Landschaft“ begrüßt, tragen diese doch zu einer klimaresilienten Stadtentwicklung bei.

KC1.1. „Verbesserung ökologische Mobilität“

Es ist unbedingt notwendig, die im „Klimafreundlichen Mobilitätskonzept“ erarbeiteten Maßnahmen zum Ausbau eines Zielnetzes für den innerstädtischen Fahrradverkehr zügig umzusetzen.

KC1.2. „Wohnumfeldverbesserung – Lebensqualität im öffentlichen Raum“

Mobile Gärten zu schaffen, um an zentralen Siedlungspunkten nachhaltige und klimawirksame grüne Aufenthaltsbereiche zu schaffen ist dringend notwendig. Wir halten insbesondere den Neuen Markt und den Leopoldsplatz für wichtig. Auch könnten begrünte Parklets z.B. in der Bahnhofsstraße Ost mehr Grün in die Straße bringen. Wir bitten bei der Konkretisierung der mobilen Gärten auch an Sprühnebelanlagen zu denken, die bei großer Hitze für Abkühlung sorgen können. Derartige Maßnahmen sind als Klimaanpassungsmaßnahmen unbedingt erforderlich, um die Aufenthaltsqualität, den Gesundheitsschutz und auch die Rahmenbedingungen für Einzelhandel und Gastronomie in der Innenstadt sowohl für die Bevölkerung als auch für Gäste der Stadt bei Hitze zu gewährleisten. So wurde in der Hitzephase im Juni diesen Jahres im Bahnhofsumfeld 40 Grad im Schatten gemessen.

Ne- KC1.3 „Wohnumfeldverbesserung – Lebensqualität im öffentlichen Raum“

Aus o.g. Gründen halten wir die öffentlich zugängliche Trinkwasserversorgung im Innenstadtbereich für eine wichtige Maßnahme. Wir schlagen vor, an einigen (3-4) schon bestehenden Sandsteinbrunnen zu prüfen, ob diese nicht dahingehend ertüchtigt werden können, dass das dort fließende Trinkwasser auch als solches genutzt werden kann.
Dies wäre u.E. eine wunderbare Maßnahme zum bevorstehenden Stadtjubiläum. Wichtig ist, dass insbesondere bei starker Hitze und Dürre die öffentlich zugängliche Trinkwasserversorgung sichergestellt bleibt; in der Vergangenheit wurden die Sandsteinbrunnen bei Wasserknappheit bereits abgestellt, was nachvollziehbar ist. Es sollten in einem solchen Fall aber einige Trinkwasserbrunnen oder -spender weiterhin Trinkwasser zur Verfügung stellen!

KC 5.4. „Verbesserung innerörtliches Mikroklima“

Bei öffentlichen Parkplätzen und kommunalen Flächen sollte unbedingt, auch im Sinne einer Vorbildwirkung der Stadt,
Entsiegelung, Versickerungsfähigkeit, Beschattung und Eingrünung umgesetzt werden. Dazu gehören auch Baumpflanzungen. Wir halten dies in folgenden Bereichen für sehr wichtig: Alter Markt, Leopoldsplatz, Bahnhofsplatz, Güterbahnhofsstraße im Bereich Depot / Jugendzentrum.